Unter Umweltbelastungen versteht man während der Schwangerschaft die Beeinflussung oder Veränderung der natürlichen Umwelt durch physikalische, chemische   oder biologische Eingriffe.

Da der Mutterleib die einzige Umwelt des Ungeborenen ist, bedeutet dies, dass Umweltbelastungen ausschliesslich über die Mutter auf das Kind einwirken. Unsere heutige Umwelt ist über Luft und Nahrungsaufnahme verschieden stark belastet. Die genaue Auswirkungen dieser Belastungen auf den Menschen insgesamt sind in vielen Fällen noch ungeklärt. Besonders Einflüsse auf das ungeborene Leben sind in den meisten Fällen nur schwer feststellbar bzw. eindeutig einer Ursache zuzuordnen.  Bei den meisten Faktoren, denen Schwangere ausgesetzt sind (zum Beispiel Spritzmittel auf Obst, Magnetfelder, Radiowellen, Autoabgase etc.) sind die Auswirkungen  unklar oder fraglich; es existieren erst wenige gesicherte Daten dazu. Sie werden sich wegen Ihrer Schwangerschaft nicht aus dieser Umwelt verabschieden und einen sterilen Raum aufsuchen wollen. Dennoch sollten Sie sich bemühen sich möglichst wenigen Risikofaktoren auszusetzen. Bekannt für ihre schädigende Wirkung sind z.B. Röntgenstrahlen (Röntgen in der Schwangerschaft), Gammastrahlen, Neutronenstrahlen, Ionisierende Kontrastmittel, wie sie etwa für Schilddrüsen-Untersuchungen eingesetzt werden, Schwermetalle wie Kadmium, Blei und Quecksilber (deshalb sollte z.B. eine Zahnsanierung mit Amalgam vor der Schwangerschaft unterlassen werden), manche organische Lösungsmittel, manche Insektenschutzmittel und Unkrautvernichtungsmittel (in der Landwirtschaft) und Kohlenmonoxid.

Auf einige gefährliche Substanzen und Umwelteinflüsse möchten wir intensiver eingehen. Es geht hier nicht darum unsere Umwelt zu verteufeln. Es geht darum ein Bild aufzuzeichnen und ein bestimmtes Bewusstsein zu fördern. Auf die Möglichkeiten gefährliche Umwelteinflüsse zu reduzieren werden wir später eingehen.

 


Generelle Belastung der Mutter durch Gifte


Stoffwechselerkrankungen der Mutter, z.B. Diabetes, Suchterkrankungen (Nikotin, Drogen, Alkohol) firmieren unter diesem Begriff. Den Drogen haben wir später eine eigene Lektion gewidmet.

Aufnahme von Giften über den Magen‐Darmtrakt

Bestimmte Schadstoffe, wie Schwermetalle, befinden sich seit Jahrzehnten in unserer Nahrung und finden sich auch heute noch in fast allen Lebensmitteln. Für den Verbraucher ist es wichtig einzelne besonders belastete Lebensmittel zu kennen, so kann z.B. Fisch stark mit Quecksilber belastet sein in Form des stark giftigen Ethyl ‐ Quecksilber oder Aluminium in Dosennahrung, aber auch in selbstgekochtem Essen. Lebensmittel werden in der Regel in größeren Mengen verzehrt, so dass selbst bei geringem Schadstoffgehalt, die aufgenommene Schadstoffmenge für Beschwerden ausreicht. Belastungen aus Quellen wie Meeres ‐ Algen, die in relativ kleinen Mengen aufgenommen werden, spielen demgegenüber nur eine unbedeutende Rolle. Schwermetalle gehören zu den wichtigsten zellulären Stressfaktoren, die antioxidative Schutzmechanismen verbrauchen und dadurch biologische Degeneration mit zellulärer Funktionseinbusse wie z.B. Alterungsprozesse, DNA ‐ Schädigung, Tumorbildung, neurodegenerative Syndrome provozieren.

Wasser ‐ das Meer ist der Mülleimer der Industrie. In den Fischen werden die Gifte 25 ‐ millionenfach konzentriert (z.B. Ethyl ‐ Hg, Tributylzinn, usw.) Trinkwasser ist in andern Ländern schlechter als in Deutschland. Chlorzusätze erzeugen Arteriosklerose und Alzheimer, Fluor zerstört als Gift Enzyme, ist ein Halogen, also ein Grenzmetall. Die Krebsrate bei fluoridisiertem Wasser steigt in 10 Jahren bis 11 %. 

In unsere Böden geraten z.B. durch Insektenschutzmittel und Saatbeize Schwermetalle, die über Pflanzen aufgenommen werden können. Bitte lesen Sie weiterführend hierzu das Kapitel "Ernährung in der Schwangerschaft".


Aufnahme von Giften über die Lungen: Luft

Autoabgase (Blei u. Cadmium), Ozon und ozonproduzierende Chemikalien, bleihaltige Farben, Holzschutzmittel (PCP, Lacke, Farben, Kondensatoren (PCB), Quecksilberdampf, Formaldehyd.


Aufnahme von Giften über die Haut

Z.B. Kupfer und Quecksilber (Mercurochrom, Salben, Waschlösung gegen Sommersprossen, Impfstoffe)

 

Natürliche Belastungen in unserer Umgebung


Toxosplasmose

Toxosplasmose ist eine Infektionskrankheit bei der der Hauptwirt der Erreger Katzen sind. Außerdem sind die Einzeller über die Erde (z. B. bei der Gartenarbeit), über die Nahrungskette durch rohe Eier und Fleisch (vor allem im rohen Fleisch) und Rohmilchprodukte übertragbar. Die Infektion verläuft bei gesundem Immunsystem für etwa 90 % der Betroffenen beschwerdefrei und symptomlos. Auch bei einem so positiven Verlauf werden Antikörper gebildet und man ist gegen eine weitere Ansteckung immun. Eine erstmalige Erkrankung der Mutter im ersten oder zweiten Drittel einer Schwangerschaft kann jedoch zu erheblichen Schädigungen des ungeborenen Kindes führen. Die Wahrscheinlichkeit der kindlichen Infektion beträgt je nach Fortschritt der Schwangerschaft bis zu 70 Prozent. Eine nachgewiesene Infektion muss deshalb unbedingt behandelt werden. Grundsätzlich wird Schwangeren empfohlen keine Katzentoiletten zu reinigen um das Infektionsrisiko zu senken. Über den Katzenkot können die Erreger aber auch auf pflanzliche Lebensmittel (z. B. Blattsalat, Beeren) oder über das Tierfutter in das Fleisch von Masttieren gelangen, wo sie lebensfähige Dauerformen bilden können. Toxoplasmose - Erreger sind jedoch recht empfindlich und werden durch Erhitzung, Tiefgefrieren oder während der Reifung von gepökelten Fleischerzeugnissen abgetötet. Als Schutz vor einer Infektion sollten Schwangere rohes Fleisch meiden und stattdessen durchgegartes Fleisch und unter Erhitzung hergestellte Fleischwaren bevorzugen. Pflanzliche Lebensmittel, die nicht erhitzt werden, sollten gründlich gewaschen bzw. geschält werden.


Listerien

Listerien sind Bakterien, die praktisch überall zu finden sind und sich sogar noch bei Kühlschranktemperaturen vermehren können. Aber sie sind empfindlich gegen Hitze. Deswegen sind alle unmittelbar vor dem Verzehr erhitzten Lebensmitte z. B. frisch gekochte Speisen, aber auch frisch geöffnete Konserven, frisch geöffnete pasteurisierte Milch, Sauermilchprodukte aus pasteurisierter Milch und unter Erhitzung hergestellte Fleischwaren frei von Listerien. Auch lang gereifte Käsesorten (Hartkäse) enthalten in der Regel keine Listerien – selbst wenn sie aus Rohmilch hergestellt wurden.  Besonders bei Schwangeren ist eine Listeriose sehr gefährlich, da eine Infektion fatale Folgen für das ungeborene Kind haben kann. Es kann zu Frühgeburt, schweren Schädigungen oder sogar zum Absterben des Fötus kommen. Die Schwangere hingegen bemerkt die Infektion oft nicht einmal.

Listerieninfektionen werden oft durch Lebensmittel verursacht, die durch unsachgemäße Herstellung oder Lagerung kontaminiert und vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt wurden (z. B. geräucherte Muscheln oder Fisch, Weichkäse, Krautsalat). Da Listerien sich auch bei Kühlschranktemperaturen noch vermehren können, kann es auch im Haushalt bei nicht sorgfältiger Aufbewahrung zu einer nachträglichen Übertragung und Vermehrung kommen, z. B. wenn rohes Fleisch neben einer nicht abgedeckten Wurst lagert. Produkte in Vakuumverpackungen (z. B. Räucherlachs, Aufschnittware) sollten Schwangere möglichst lange vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verbrauchen, da Listerien sich auch unter Vakuumbedingungen noch weiter vermehren können. Bei Käse und Wurst lassen sich nachträglich Kontaminationen besser vermeiden, wenn sie am Stück gekauft und erst direkt vor dem Verzehr aufgeschnitten werden.


Hygiene im Haushalt

Schwangere sollten Empfehlungen für einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln besonders ernst nehmen. Dazu zählt u. a. sorgfältiges Händewaschen vor dem Umgang mit Lebensmitteln bzw. nach jedem Umgang mit rohem Fleisch. Rohe und erhitzte Lebensmittel sollten getrennt voneinander verarbeitet (z. B. mit verschiedenen Schneidemessern und -brettern) und aufbewahrt werden. Bei der Lagerung von Lebensmitteln sollten folgende Aspekte beachtet werden:

  • die Temperatur im Kühlschrank sollte höchstens 6 °C betragen
  • den Kühlschrank regelmäßig (etwa alle 4 Wochen) gründlich reinigen
  • rohe und erhitzte Lebensmittel getrennt voneinander aufbewahren (z. B. rohes Fleisch getrennt von erhitzten Lebensmitteln)
  • Lebensmittel, an denen Erde haften könnte (z. B. Blattsalat, Beerenobst), von anderen Lebensmitteln trennen
  • vorgefertigte Gerichte bald verbrauchen (wenn möglich vor dem Verzehr erneut erhitzen)
  • bei der Entnahme von Lebensmitteln aus geöffneten Verpackungen sauberes Besteck verwenden
  • geöffnete Lebensmittelverpackungen gut wieder verschließen und innerhalb von 3 - 4 Tagen verbrauchen



Erbtoxine

Viele der Krankheiten unsere Vorfahren‐ wie Lues, Tuberkulose, Gonorrhoe, Psorinum (Krätzmilbe) haben ihre Spuren am Genmaterial hinterlassen. Für viele klinisch sichtbare angeborene Erbkrankheiten gibt es bestimmte Genveränderungen, die von der Wissenschaft festgestellt wurden. Viele gibt es, die man noch nicht kennt, geschweige denn die Ursachen dafür. So wie Krankheiten ihre Spuren im Genmaterial hinterlassen, so auch die Umweltgifte.

 

Elektromagnetische Felder

Elektrosmog ist  seit Jahrzehnten  ein zentrales Thema der Elektrotechnik und der Bevölkerung unter dem Gesichtspunkt der zulässigen gegenseitigen Störungen elektrischer Geräte. Mögliche gesundheitliche Gefahren werden oft sehr hitzig diskutiert. Ein Problem bei der Bewertung der elektrischen und magnetischen Felder oder elektromagnetischen Wellen ist deren Unsichtbarkeit. Sie können in der Regel nur mit technischen Hilfsmitteln sichtbar bzw. messbar gemacht werden. Zudem sind sie häufig unvermeidbar. Bereits eine Gasflamme erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Energiereiche Strahlen sind eine meist nicht sichtbare Gefahr.

Das Thema ist auch unter Menschen mit technischer Bildung zum Teil sehr umstritten. Streit besteht über den Zusammenhang von bestimmten messbaren Feldstärken und möglichen Wirkungen. So gibt es hunderte Studien, die zu einem immensen Risiko für die Bevölkerung kommen und hunderte Studien, die dagegen sprechen. Letztendlich müssen wir jedoch ohnehin akzeptieren, dass wir einer Vielzahl an Quellen (z.B. Handymaste) unweigerlich ausgeliefert sind. In der Schwangerschaft empfiehlt sich dennoch zumindest im Haushalt von den elektrischen und magnetischen Wechselfeldern im Haushalt größeren Abstand zu wahren.


Lärm

Der gesunde Fötus ist ab der 23., spätestens ab der 28. Schwangerschaftswoche fähig, auf einen akustischen Reiz zu reagieren. Der Herzschlag der Mutter, ihre Stimme, ihre Atmung, ihre Bewegungen sowie ihre Darmgeräusche dominieren die akustische Umgebung im Uterus. Dieser Hintergrundlärm liegt nie unter 28 dB und kann 84 dB erreichen, wenn die Mutter singt. Damit Geräusche von aussen den Fötus erreichen, müssen sie stärker sein und tiefere Frequenzen aufweisen als der Hintergrundlärm; die hohen Frequenzen hingegen werden durch das Muttergewebe gedämpft. Verschiedene Studien haben eine intrauterine Abschwächung von 10 bis 20 dB bei 4000 Hz und eine Zunahme von 2 bis 5 dB bei 250 Hz nachgewiesen. Die Schwelle für den Nachweis in der 27. bis 29. Schwangerschaftswoche liegt bei ungefähr 40 dB und sinkt bis zur 42. Schwangerschaftswoche auf 13.5 dB; dies entspricht annähernd den Werten von Erwachsenen.

Die berufliche Exposition der werdenden Mutter gegenüber Schallpegeln von 85 bis 95 dB während der Schwangerschaft kann das Gehör des Kindes schädigen und eine Quelle von Lernschwierigkeiten bei Neugeborenen sein. Besonders schädlich sind tiefe Frequenzen. Der Hörverlust betrifft in erster Linie die hohen Frequenzen (4000 Hz). Wenn zur Lärmexposition dann noch Schichtarbeit kommt, könnte darin ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und Schwangerschaftsbluthochdruck  liegen.

Mehrere Untersuchungen gehen von einer leicht erhöhten Gefahr für Frühgeburtlichkeit und einem intrauterinen Entwicklungsrückstand aus. Solche Wirkungen wurden unter Expositionen in der Grössenordnung von 85 bis 90 dB(A) während acht Stunden pro Tag oder mehr beobachtet. In diesen Untersuchungen geht es um Frauen, die beruflich oder durch sonstige Lebensumstände (beispielsweise Frauen, die in der Nähe von Flughäfen wohnen) Lärm ausgesetzt sind. Der Verlust an Geburtsgewicht ist noch ausgeprägter, wenn die schwangeren Frauen gleichzeitig Lärm und einer stehenden Arbeitsposition oder Schichtarbeit ausgesetzt sind. Eine fortgesetzte erhöhte Lärmexposition kann bei der Mutter eine Erhöhung des Blutdrucks sowie Müdigkeit bewirken.

Stress hat auch Einfluss auf das Geburtsgewicht: Eine Studie über Mäuse, welche, mit oder ohne Betäubung, unangenehmem und starkem Lärm ausgesetzt waren (100 dB bei einer Frequenz von 9 - 34 kHz), legt die Vermutung nahe, dass die Lärmexposition sich indirekt auf das Geburtsgewicht auswirken könnte, wahrscheinlich über die Psyche der Mutter.

Hieraus folgt, dass nur bei wenigen Müttern die natürlichen Lebensumstände eine Lärmbelästigung für das Kind mit sich bringen. Allerdings sollte man bewusst Lärmquellen vermeiden, so z.B. den vielleicht geliebten Samstagabend in der Disco um einige Monate verschieben.

 

Chemische Umweltgifte


Polychlorierte Biphenyle (PCBs)

PCB sind synthetisch hergestellte Substanzgemische mit 209 verschiedenen Einzelsubstanzen (Kongeneren). PCB wurden zur Isolation in Kondensatoren und Transformatoren, in Hydrauliköl, aber auch in offenen Anwendungen wie Lacken, Harzen, Kunststoffen, Druckerfarben, Klebstoffen und in dauerelastischen Fugendichtungsmassen verwendet. Obwohl durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten sind sie mittlerweile überall in der Umwelt vorhanden und werden u.a. durch uns auch mit der Nahrung aufgenommen.

Polychlorierte Biphenyle und andere polychlorierte Substanzen finden sich z.B. in sehr geringen Mengen in pflanzlichen Fetten, die Milchfette in Milchpräparaten ersetzen. Verschiedene niederländische Studien der Jahre 1995 bis 1996 legen den Schluss nahe, dass eine PCB-Belastung vor der Geburt sich negativ auf das neurologische Gesamtbild des Kindes auswirkt. Eine US - amerikanische Studie untersuchte sogar Kinder bis zu einem Alter von 11 Jahren nach einer erhöhten PCB - Belastung der Mutter. Man führte mit ihnen eine Reihe von Leistungs- und Intelligenztests durch und kam zu dem Ergebnis, dass zwischen einer pränatalen PCB-Belastung und niedrigen Punktewerten in den Tests ein Zusammenhang besteht. Besonders Gedächtnis und Aufmerksamkeit waren betroffen. Die am stärksten belasteten Kinder waren in einigen Bereichen gegenüber Gleichaltrigen bis zu zwei Jahre zurück.

Weitere Auswirkungen nehmen PCBs auf die sich entwickelnden Zähne des Fötus. Schon seit Beginn der 80er Jahre untersucht man Kleinkinder auf die Folgen der Belastung. Diese reichen von Entkalkungen bis hin zum partiellen Verlust des Zahnschmelzes.

Alle Studien sind sich jedoch darüber einig, dass beim Stillen zwar größere Mengen PCBs weitergegeben werden als über die Plazenta. Aber nur die pränatale Belastung lässt sich mit der schlechteren Entwicklung der Kinder in Zusammenhang bringen.


Nachgeahmte Östrogene

Viele vom Menschen entwickelte chemische Substanzen gelangen durch Insekten-, Schädlings- und Unkrautvernichtungsmittel in die Umwelt. Sie treffen dort auf pilztötende Mittel und Kunstdünger und potenzieren sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Die Folge hiervon, und da ist sich die Wissenschaft einig, ist die Imitation von Östrogenen, also weiblichen Hormonen.

Die Folgen dieser Entwicklung tragen vor allem die Jungen. In vielen Industrieländern kommen mehr und mehr Jungen mit nicht abgesenkten Hoden zur Welt. Auch Anomalien des Penis, z.B. Hypospadie (Fehlmündung der Harnröhre an der Penisunterseite) treten immer häufiger auf. Amerikanische Studien weisen sogar eine Verdopplung der Fälle auf. Im gleichen Zeitraum ist auch die Zahl der Fälle von Hodenkrebs gestiegen. Man ist heute weitgehend einig darüber, dass Hodenkrebs in den meisten Fällen eine Spätfolge von Entwicklungsstörungen vor der Geburt ist.

Kurzum, der Genitaltrakt des Mannes ist in Gefahr. Seit Mitte der 50er Jahre gibt es bereits Untersuchungen, die eindeutig eine dauerhafte Verschlechterung der Spermienqualität und eine Verminderung der Spermienmenge belegen. Seit Beginn der 70er Jahre geht die Zahl der neugeborenen Jungen weltweit dramatisch zurück. Auch die Sterblichkeitsrate der Jungen ist ein vielfaches höher als bei Mädchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Hauptursache in der vorgeburtlichen Belastung durch Umweltgifte zu suchen ist.



DDT

DDT ist ein seit 2004 in der Landwirtschaft verbotenes Pestizid. Im Lauf der Zeit wurde festgestellt, dass DDT und einige seiner Abbauprodukte eine hormonähnliche Wirkung haben. Greifvögel legten Eier mit dünneren Schalen, was zu erheblichen Bestandseinbrüchen führte. DDT geriet unter Verdacht, beim Menschen Krebs auslösen zu. Die Belastung in der Muttermilch war bis zum Ende der 90er Jahre sehr hoch. Bei Säuglingen unterscheiden sich die Gesamt - DDT -  Gehalte nicht von denen der Erwachsenen. Kinder nehmen DDT - Isomere bereits über die Plazenta, später über die Muttermilch auf. Es wurde ein Zusammenhang zwischen pränataler Exposition und neuromotorischer Entwicklung bei Kindern wissenschaftlich bestätigt.

Experten zufolge gilt DDT als eines der persistentesten Gifte überhaupt. Es ist noch heute als Bekämpfungsmittel gegen Malariaüberträger im Einsatz. Sie sollten deshalb während der Schwangerschaft Reisen in betreffende Länder vermeiden.


Fluor / Fluorid

Menschen, die in der Nachbarschaft von Aluminium, Phosphor‐, Stahl‐, Keramik‐, Glas‐, und Emaillefabriken wohnen sind sehr hohen Fluoridkonzentrationen in der Luft ausgesetzt, und auch Menschen, die in solchen Fabriken arbeiten.

Andere Fluoridquellen sind: Fluoridierte Zahnpasta, Fluoridtabletten, Mundspülwasser, Zahnärzte bieten die Behandlung mit Fluoridlacken an. Diese sollte man ablehnen. Für die Zahnärzte ab den 60er Studienjahrgängen ist die Fluoridierung zum Dogma geworden, das nicht mehr auf den Wahrheitsgehalt überprüft wird, obwohl sich die Grundlagen der Fluoridierung ‐mathematisch überprüfbare Statistiken ‐ als gefälscht herausgestellt haben. Die ärztliche Seite der Zahnmedizin stagniert auf dem Stand von vor hundert Jahren ‐ der Millerschen Plaquetheorie von 1883, die Miller selbst in späteren Jahren abgelehnt hat ‐ ungeachtet der wissenschaftlichen Ergebnisse betreffs des endogenen Faktors der Karies der 20er ‐ 50er Jahre.

Fluoride werden als Rattengift benutzt, auch gegen Mäuse und Silberfische. Fluorid ist ein industrielles Abfallprodukt insbesondere bei der Aluminium‐ und Phosphatdüngerindustrie. Wie sollte man sich dessen entledigen? Filteranlagen für die Luft verlagerten das Problem in den Boden. Feste Fluoridverbindungen gelangen ins Grundwasser und Abwasser. Profitabel war es den Abfall als Rattengift und Insektenbekämpfungsmittel zu verkaufen. Bei der Fluoridierung von Trinkwasser hat der Verbraucher keine Wahlmöglichkeit mehr. Fluorid kann zu ernsthaften Zahnproblemen führen. Es reduziert nicht den Zahnverfall. Vor diesem Hintergrund ist es völlig unverständlich, dass die Mehrzahl der deutschen Kinderärzte eine Fluoridverabreichung im ersten Lebensjahr für notwendig und richtig halten. Dieses Thema wird im nächsten Kapitel noch einmal aufgenommen.


Formaldehyd

Im Benzinmotorabgas sind ca. 56 mg Formaldehyd enthalten pro gefahrene Meile, mit 3‐Wege‐Katalysator nur 4 mg, Dieselmotor‐Emissionen (DME), häufig auch Diesel(motor)abgase genannt, enthalten 20 mg für die gleiche Strecke neben mehr als mehr als tausend Einzelsubstanzen, die zum Teil in der Gasphase, zum Teil partikelförmig ausgestoßen werden. Von besonderer Bedeutung für eine gesundheitliche Bewertung ist die Partikelphase, also die Bestandteile im Abgas (hier vor allem die Kohlenstoffteilchen=Rußteilchen).

Verwendung z.B. bei der Herstellung von Sperrholzplatten. Es liegt ausreichend Beweismaterial vor, dass Formaldehyd ein Krebsverursacher ist. Formaldehyd kann mit Aminogruppen von Proteinen und Nukleinsäuren (DNA) reagieren und diese vernetzen. Die Vernetzung mit Nukleinsäuren steht im Verdacht, mutagene Effekte auszulösen. Das hat dazu geführt, Formaldehyd als schwaches, direkt wirkendes Mutagen einzustufen.

Im Zigarettenrauch einer Zigarette können ca. 1,5 mg Formaldehyd festgestellt werden. Ein Raucher, der täglich 20 Zigaretten raucht, dürfte demnach eine Formaldehydmenge inhalieren, die im Bereich von 1 mg pro Tag liegt. In Versuchen mit Bedingungen, die normalen Wohnungen entsprechen (50 m3, einmaliger Luftwechsel pro Stunde) konnte gezeigt werden, dass Formaldehyd durch Passivrauchen auch für Nichtraucher eine erhebliche Belastung darstellen kann, die den empfohlenen Richtwert für Wohnräume leicht überschreiten kann.



Arsen

Arsen ist in Herbiziden enthalten und gelangt über Oberflächenwasser ins Trinkwasser. In vulkanischen Böden ist natürlicherweise mehr Arsen enthalten und Mineralwässer enthalten daher auch mehr Arsen als nach der Trinkwasserverordnung erlaubt ist. Nach der Trinkwasserverordnung sind 10 Mikrogramm/Liter erlaubt. Was eigentlich eine Zumutung ist, das ist nach der Mineralwasserverordnung nicht zu beanstanden, wohl aber nach der Trinkwasserverordnung. Dieses Problem ist im deutschen Ärzteblatt im Januar 1997 erwähnt: Wegen der Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Arsen und Krebserkrankung z.B. bei Bronchial‐, Blasen‐ und Hautkarzinom ist der Wert von 50 auf 10 mcg herabgesetzt worden. Weitere Quellen aus der Nahrung sind Fische und Krustentiere. Die Vergiftungssymptome bewirken dunkelgraue, akneartige Haut‐ und Hornhautveränderungen an Hand‐ und Fußsohlen, Erbrechen mit Durchfällen.

Wir gehen im Kapitel „Ernährung in der Schwangerschaft“ noch einmal intensiv auf die Qualität von Mineral- und Leitungswasser ein!

Wie man den Belastungen entgegenwirken kann wird sehr kontrovers diskutiert. Einige empfehlen Ausleitungen und vor allem Heilpraktiker empfehlen ihren Patienten häufig die Einnahme von Mikroalgen als Nahrungsergänzung. Gesicherte Studien hierzu liegen noch nicht vor. Sowohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) als auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind der Meinung, dass Nahrungsergänzungsmittel für gesunde, sich normal ernährende Personen nicht notwendig sind (Ausnahmen siehe „Ernährung in der Schwangerschaft“). Allerdings ernähren sich nicht mehr sehr viele Menschen „normal“, deshalb empfiehlt es sich für fast jeden in unserer Gesellschaft über seine Ernährung einmal nachzudenken und eventuell umzustellen. Die Schwangerschaft und Geburt eines Kindes ist eine wunderbare Möglichkeit einmal seine Lebensumstände zu hinterfragen. Ausführliche Informationen erhalten Sie in unserem "Spezial Ernährung".

 

Belastungen durch Metalle


Quecksilber/Amalgam

Zu den für die Mutter aus psychologischen Gründen am wenigsten begreifbaren Gifte, die den Embryo schädigen, gehört das Amalgam mit den toxischen Wirkungen von Quecksilber, Kupfer und Zinn. Über die Plazenta entgiftet sich die Mutter von ihrem Amalgam. Die Mutter ist für den Fötus die Quecksilberquelle schlechthin. 40 ‐ 60 % der Quecksilbergesamtkonzentration ihres Körpers geben Mütter über die Plazenta an die Kinder ab; d.h. auch wenn sie ihre Amalgamplomben vor der Schwangerschaft entfernt hatten, besteht immer noch eine Belastung der Gewebe und Speicherorgane. Bei Neugeborenen wurden bis zu 2500 mcg Hg/Kreatinin beim Entspeicherungstest nachgewiesen, also mehr als beim Erwachsenen. Hat die Mutter ca. 6 ‐ 10 Amalgamfüllungen, so erreichen die Quecksilberkonzentrationen beim Erstgeborenen im Gehirn die Werte eines Erwachsenen mit 7 ‐ 8 Amalgamplomben, manchmal sogar mehr. Es kann in seltenen Fällen zu verzögertem Wachstum mit Kleinwuchs und verzögerter Entwicklung des Nervengewebes sowie des Immunsystems und späterer verminderter Zunahme des Körpergewichtes und allen noch näher zu beschreibenden Störungen kommen.


Weitere Vorkommen von Quecksilber

In Medikamenten: Salvarsan (obsolet), Impfstoffen (Thiomersal), Mercurochrom als Lokaldesinfektionsmittel, früher auch Sublimat sowie Salben zur Behandlung von Pyodermien, Ekzemen, Krätzmilben und Keratitis am Auge. Aftersalbe bei Oxyuren‐Würmern. Früher als Kalomel bei Durchfällen (auch für Kinder) u. homöopath. bei Lebererkrankungen, Enteritis u.a. mehr. Als Sublimat zur Desinfektion, Holzkonservierung und Saatbeize. Auch Pulver gegen Kopfläuse. Selbst heute noch wird Quecksilber in älteren Blutdruckmessgeräten, offen in Herzkatheter‐ und anderen Labors benutzt. Hauptvorkommen jedoch in Amalgamplomben.



Quecksilberquelle Impfungen

Achten Sie bei allen Impfungen auf quecksilberfreie Medikamente. Die gibt es mittlerweile. Sind die Impfstoffe quecksilberhaltig und folgt man den Empfehlungen der "ständigen Impfkommission" am Robert‐Koch‐Institut in Berlin (STIKO), so bekommt ein Säugling bis zum 15. Lebensmonat zwischen 37,2 μg* und 173,6 μg Ethylquecksilber je nach Impfstoff.  Die Wirkung auf das im Entwicklungszustand sich befindende Gehirn des Säuglings ist größer als beim Erwachsenen. Die Grenze der Unbedenklichkeit der Expertenkommission der WHO (Weltgesundheitsorganisation) liegt für den Erwachsenen bei 200 μg, d.h. 3,3 μg/kg Körpergewicht pro Woche und 0,5 μg/kg/Tag. Da beim Säugling in den ersten Lebenswochen schon Impfungen verabreicht werden sollten nach STIKO, muss man das Gewicht des Säuglings beachten: von 3,5 kg bis 5,7 kg in der 12. Woche. Rechnet man die tolerierbaren Werte des Erwachsenen auf das Säuglingsgewicht um, so kommt man zu dem erstaunlichen Resultat: Ein Säugling in der 12. Woche erhält bei den Impfempfehlungen 4,1 μg/kg/Tag oder 28,5 μg/kg/Woche. Das ist mehr als das achtfache, von dem was die WHO für einen Erwachsenen als zumutbar bezeichnet. Bei den Impfstoffen ist von einer 100 % -  igen Aufnahme des Quecksilbergiftes auszugehen, das insbesondere beim wachsenden Organismus verheerende Folgen haben kann im Vergleich zum Erwachsenen, vor allem dann, wenn ein Säugling schon durch Quecksilber vor‐ geschädigt ist.



Symptome der chronischen Quecksilbervergiftung bei den Kindern

Diese sind: Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADS, Lernstörung, Autismus, Depressionen, Legasthenie, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Hyperaktivität, Neurodermitis u.a. noch nicht näher in diesem Zusammenhang gesehene kindliche Befindlichkeitsstörungen. Diese werden heute meist mit psychischen Ursachen in Verbindung gebracht, auch mit praenatal oder überhaupt gestörter Mutter ‐ Kind ‐ Beziehung. Was das Quecksilber betrifft, ist dies sicher korrekt.



Blei

Bleischäden sind eigentlich schlimmer als man früher angenommen hatte. Blei wird hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen, z.B. über Blattgemüse und Getreide. Über die Tiere und bleiverseuchtes Futter gelangt es in die Nahrungskette des Menschen. Nach der Einführung von blei‐ (Tetraethylblei) freiem Benzin ist Blei nicht mehr so im Vordergrund der Umweltbelastungen zu sehen, wobei jedoch die Altlasten im Boden noch für Jahre bestehen und damit auch in den Pflanzen, den Tieren und letztendlich im Menschen.

In Amerika mit seinen vielen Millionen Kleinkindern hat 1 von 6 Kindern eine Bleischädigung. Langzeitstudien zeigten, dass dabei Störungen der Neurotransmitter in den verschiedensten Hirnregionen vorkommen. Die Beziehung zwischen Blei und Hyperaktivität war schon lange bekannt. Neuere Untersuchungen bei 43 Knaben zeigte, dass Kinder mit dem höchsten Bleigehalt in den Haaren am langsamsten reagierten. Die Bleiwerte im Blut sagen jedoch nichts aus über den Bleigehalt in den Hirnzellen; das gleiche gilt für das Quecksilber. Menschen die in der Umgebung von großen Autostraßen wohnen haben jahrzehntelang das Blei in Körper gesammelt. Die Belastung des Trinkwassers durch Bleirohre wird nach Sanierung von Altbauten geringer, ist aber immer noch aktuell. Der EU‐Wert für Trinkwasser ist 10 Mikrogramm/l. Für Mineralwasser 50 Mikrogramm/l. Auch im Haushalt werden heute noch Bleigeräte verwendet, wie z.B. Eislöffel aus bleihaltigem Metall oder einen Fleischwolf mit bleihaltiger Rotorschraube, die schön in einem Plastikgehäuse versteckt ist. Hier trifft es besonders die Kinder. Kinder resorbieren 50 % Blei, wohingegen Erwachsene nur 10 % aufnehmen. Außerdem ist bei Kindern unter 7 Jahren das Nervensystem noch in Entwicklung und besonders gefährdet, da das Gewebe schon minimale Mengen resorbiert. Man testet die Kinder auch nicht auf dieses Schwermetall, da die Eltern nicht daran denken und im Frühstadium der Resorption noch keine auffälligen Symptome zu finden sind. Chronische Krankheiten sind zu vermuten. Tatsächliche Zusammenhänge zu beweisen ist mit üblichen schulmedizinischen Methoden schwer. Hier sind die Haaranalyse und Bestimmung von Blei im Urin und Blut möglich. Ein direkter Zusammenhang mit Krankheiten ist nicht direkt nachvollziehbar. Bei einer Vergiftung treten starke Kopf‐ und Gelenkschmerzen, Psychoneurosen, Tremor, Darmkoliken, Erbrechen, epileptische Anfälle, Muskelschmerzen, Anorexie, Durchfall oder Verstopfung, Nervosität, Schlaflosigkeit, Angstgefühle und Alpträume auf.

Blei ist ein Zellgift mit Affinität zur grauen Substanz des Gehirns (Zellen). Nachdem das Blei aufgenommen wurde und sich mit Körperflüssigkeit verbunden hat, geht es mit 2 Molekülen Phosphat eine Verbindung ein, ähnlich wie Calcium. Im Knochen lagert es sich als ein dreiwertiges Bleiphosphat ab. Das einfache Bleimolekül gelangt aber zuvor in den Blutkreislauf. Von hier ausgehend findet man Blei in der Milz, der Leber, den Nieren. Danach erst bewegt es sich in die Knochen, wo es solange bleibt, bis man eine phosphatarme Nahrung zu sich nimmt. Erst dabei treten akute Bleivergiftungen auf.    Calciumgaben ohne gleichzeitige Phosphatverabreichung zwingt das Blei aus dem Knochen ins Blut. Das relativ kleine Bleimolekül findet auch durch die Blut ‐ Liquorschranke seinen Weg in beide Richtungen, wobei der Plexus chorioideus besonders stark kontaminiert ist.

Fasten ist also nicht der richtige Weg um sich vor Bleischäden zu bewahren. Die Blutwerte wurden in Amerika von 60 mcg auf 10 mcg pro 100 ml Blut als toxische Grenze festgesetzt. Selbst 10 mcg/100 ml beeinträchtigen den IQ der Kinder schon erheblich. Ärzte wissen nicht was die eigentliche Ursache der Schulschwierigkeiten der Kinder ist und schicken sie zum Psychologen. 1984 waren es in Amerika vier Millionen Kinder mit Bleivergiftung. Im Gegensatz zum Quecksilber bildet die Plazenta eine Schranke für das Blei.  Beim Erwachsenen sind die Symptome der Bleischäden in Müdigkeit, Reizbarkeit, Bauchschmerzen und fehlendem Hunger zu suchen.

In einer Studie mit 150 Kindern wurde der Blei‐ und Cadmiumgehalt im Haar zum nicht verbalen und verbalen IQ in Beziehung gesetzt. Die Resultate waren erstaunlich: Je höher der Bleigehalt im Haar, um so niedriger war der nichtverbale IQ (z.B. Mosaik nachlegen, oder falsche Bilder erkennen).Der verbale IQ ist Cadmium - abhängig.


Aluminium

Verwendung von Aluminium in Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen: Aluminium wird z.B. in Backpulvern, Backmischungen für Kuchen, Mehlsorten, in Getränkedosen, Joghurtbechern verwendet. Tee, in entkalktem Wasser gekocht ,enthält das 1,6 fache mehr an Milligramm Aluminium / Liter wie in kalkhaltigem Wasser gekochter Tee. Kochgeschirr aus Aluminium liefert z.B. bei Rhabarber und Tomatensauce 300 bis 400 mg Aluminium pro Liter Kochgut. Aluminium wird ferner  mit Medikamenten zugeführt, wie z.B. in Antazida als Säurebinder bei Magenbeschwerden, Kopfschmerzmitteln, Durchfallmitteln.

Magen ‐ Darmreizungen sind noch die am wenigsten belastenden Folgen. Appetit und Energieverlust, Gefühlsverlust, Sprachstörungen, Senilität sind dagegen schon schwerer zu ertragen. Neuere Untersuchungen weisen auf einen Zusammenhang mit Alzheimer und Veränderungen im ZNS hin. 2 ‐ fach mehr Aluminium in Alzheimergehirnen gegenüber Normalpersonen wurden in Studien belegt.

Der Grund für eine Aluminiumüberbelastung ist neben der Belastung durch die Umwelt ein gestörter Calciumhaushalt. Bei Kindern führt Zinkmangel zu einer vermehrten Resorption und Aufnahme von Aluminium, besonders im Gehirn.


Cadmium

Cadmium ist ein metallisches Element, das in geringen Konzentrationen in der Umwelt weit verbreitet vorkommt. Der Eintritt von Cadmium in die Umwelt und die Aufnahme durch den Menschen zeigen seit Ende der 70er Jahre eine rückläufige Tendenz. Die wichtigste Belastungsquelle für die nicht rauchende Bevölkerung ist die Nahrung. Über Hüttenwerke, Batterien und Katalysatoren gelangt Cadmium in die Umwelt. In Sellerie und Spinat befinden sich nicht unerhebliche Cadmiummengen, wenn der Boden damit belastet ist. Am Ende der Reihe stehen z.B. Innereien von Tieren, Austern, raffiniertes Weizenmehl, Plastikmaterial, Silberpolitur, Farben u.a. mehr, die zur Aufnahme von Cadmium führen.

Tabakrauchen führt zu einer erheblichen zusätzlichen Belastung mit Cadmium. Die im Tabakrauch enthaltenen Cd ‐ Verbindungen haben wahrscheinlich einen bedeutsamen Anteil an der krebserregenden Wirkung des Rauchens. Die Hauptquelle für eine Cadmiumaufnahme im Körper ist heute der Zigarettentabak mit etwa "1001" Zusatzstoffen. Über Pflanzenschutzmittel gelangt das Cadmium auf die Tabakpflanze. Jede Zigarette enthält ca. 1,4 mcg Cadmium. In Amerika ist jeder Zigarettenraucher verantwortlich für 3.300 jährlicher Todesfälle durch Passivrauchen.

Mit jeder Packung Zigaretten werden 4 mcg Cadmium in der Lunge eines Rauchers abgelagert, bei jedem Zug 1014 freie Radikale in die Lunge aufgenommen. Wegen der langen Halbwertszeit reichert sich Cd im menschlichen und tierischen Organismus an, vor allem in der Leber und in den Nieren. Cd und seine Verbindungen sind »eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe« klassifiziert.

Cadmium hat keine biologischen Funktionen, ist jedoch ein stark toxisches Schwermetall. Es wird vorwiegend in den Nieren und den Arterien abgelagert und führt daher zu Bluthochdruck, bei Kindern zu Hyperaktivität. Je mehr Cadmium(s.o.) sich im Haar befand, um so niedriger fiel der verbale IQ aus. Vor einer Vergiftung treten Blutarmut aufgrund von Eisen‐ und Kupferresorptionsstörungen auf, die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit ist erhöht. Die Störung des Calciumhaushaltes führt zu Osteoporose und Osteomalazie (Knochenerweichung) und Calciumsteinen der Niere, Verstärkung der Symptome des Zinkmangels etc.

Ein Cadmiumanstieg im Blut und in den Haaren wurde bei 150 Kindern nachgewiesen, die Produkte aus Auszugsmehl verzehrten. Dies erklärt sich aufgrund der Tatsache, dass der Zinkgehalt in diesen Produkten sinkt (Schalenentfernung) und der Cadmiumgehalt, der sich im Inneren der Körner befindet, vermehrt nachweisbar ist. Selbst in Säuglingsnahrung war eine Cadmiumbelastung nachweisbar, wenn auch in sehr geringen Ausmaß, was allerdings nicht als Entschuldigungsgrund angeführt werden kann, wie die Verbraucherzentrale glaubte, da die lange Halbwertszeit zu einer Anreicherung von Cadmium führt. Hohe Calciumdosen können eine zu starke Aufnahme von Cadmium bremsen, sowie die Speicherung in Nieren und Leber vermindern.


Kupfer

Kupfer ist im Amalgam enthalten und wird auch im Harn nach DMPS ‐ Gabe   (Gegengift - Medikation) ausgeschieden. Es besteht jedoch keine Korrelation mit der Anzahl der Amalgamfüllungen. Es potenziert Organschäden durch andere Schwermetalle, besonders der Leber und des Nervensystems. Allergien, Krämpfe, Sehstörungen. Kupfer ist ein lebertoxisches Metall. Kupfer rückte in den letzten Jahren als möglicher Verursacher einer bestimmten Form von Leberzirrhose bei Säuglingen ins Blickfeld. Genetische Komponenten mit einer überhöhten Aufnahme von Kupfer werden diskutiert. Milch, die aus Milchpulver regelmäßig mit Wasser zubereitet wird, dessen Kupfergehalt dauernd über dem Richtwert liegt und während der ersten Lebensmonate verabreicht wird ist wohl eher der Grund. Sämtliche bisher bekannt gewordenen Fälle sollen sich als Folge der Aufnahme überhöhter Kupfermengen mit zu saurem Leitungswasser ergeben haben, das durch Kupferleitungen geflossen war oder in Kupferboilern oder Kupferleitungen stagnierte. Kupferleitungen können in modernen Neubauten das Trinkwasser verunreinigen.

Der Anteil von Kupferrohrleitungen an Trinkwasserinstallationen in Deutschland liegt zur Zeit bei ca. 50 %. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, inwieweit auch in den an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossenen Haushalten überhöhte Kupferwerte zu erwarten, und ob solche Werte möglicherweise gesundheitsschädlich sind. Dieser Frage wurde in einer Studie nachgegangen, die aber keine verwertbaren Ergebnisse zeigten. Kupfer ist neurotoxisch. Symptome sind zum Teil: Nervenschäden, Lähmung, Zittern, hyperkinetisches Verhalten oder motorische Lähmung. Je nachdem, wo sich die Schwermetalle im Gehirn, in der Hypophyse festsetzen.



Zinn

Zinn gelangt über die Nahrung (Konservendosen), die Umwelt (Pestizide, metallverarbeitende Industrie) in den Körper. Die Wirkung der organischen Zinnverbindungen auf Enzyme ist 100 mal toxischer als Quecksilber. Diese Verbindungen sind bekannt unter dem Namen „TBT“ (Tributyl ‐ Zinn) und werden nicht nur als Anstrich für Schiffsrümpfe verwendet (auch auf Sportbooten in unseren Seen), um den Pilz‐ und Algenbefall zu verhindern, sondern auch in Teppichböden und anderen Textilien, bis hin zum Fussballfan ‐ T ‐ Shirt. Die Verwendung dieses Giftes führt zum Aussterben ganzer Arten der Meeresfische und zu Wachstumsstörungen der beliebten Süßwasserfische. Beim Menschen sind Hormonstörungen bekannt, die Einhergehen mit vermehrtem Wuchs der Tertiärhaare, und Unfruchtbarkeit des Mannes. Dies haben wissenschaftliche Untersuchungen in 2/3 der Gesamtproben aufgedeckt.

Das anorganische Zinn gelangt auch aus den Amalgamfüllungen beim Kauen in den Speichel. In Zähnen mit großen Amalgamfüllungen können die Konzentrationen um das 1000 ‐ fache höher liegen als in amalgamfreien Zähnen. Die Konzentration hier ist abhängig von der Anzahl der Amalgamfüllungen, aber offenbar auch von anderen Faktoren, wie z.B. Art der Nahrung etc. Nach DMPS ‐Gabe wird es vermehrt im Urin ausgeschieden; jedoch korreliert die Ausschei‐ dung nicht mit der Anzahl der Amalgamfüllungen. Symptome: Schwäche, Neuralgien, Kopfschmerzen, Heiserkeit, Magen ‐ Darmschmerzen.


Silber

Silber gelangt ebenfalls aus den Amalgamfüllungen beim Kauen in den Speichel. In Zähnen mit großen Amalgamfüllungen können die Konzentrationen um das 1000 ‐ fache höher liegen als in amalgamfreien Zähnen. Nach DMPS ‐Gabe korre‐ lierte die Ausscheidung im Urin nicht mit der Anzahl der Amalgamfüllungen und war relativ niedrig. Es ist giftig und bedingt Denkstörungen, Vergesslichkeit, Muskel‐, Bänder‐ und Gelenkschwäche. Es ist verantwortlich für Autoimmunerkrankungen.

 

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Toxoplasmoseinfektion in der Schwangerschaft - Universitätsklinikum Erlangen